Der Blaufränkisch ist eine sehr alte Rebsorte und wird in etwa seit dem 10. Jahrhundert angebaut. Die Herkunft dieser dunklen Traube ist nicht bekannt, allerdings gibt es viele Spekulationen. Das Hauptanbaugebiet des Blaufränkisch liegt in Österreich, im Speziellen im Mittelburgenland, welches auch als Blaufränkischland bezeichnet wird. Doch nicht nur in Österreich wächst dieser wunderbare Weinstock. Auch in den USA und in Deutschland wird er angebaut, allerdings unter dem Namen Lemberger oder Blauer Limberger.
Die Traube ist spät reifend und spätfrostgefährdet und gedeiht in eher warmen Klimaverhältnissen auf tiefgründigen Lehmböden. Angebaut wird diese Rebsorte in südlicher, windgeschützter Lage und hat die positive Eigenschaft gering fäulnisanfällig zu sein.
Diese dunkle, gutmütige Traube besticht durch seinen hohen Anteil an Tanin, seiner kräftigen Säure und seiner rubinrot-violetten Farbe. Das feine Fruchtbukett erinnert an dunkle, reife Kirschen, reife Walderdbeeren und Brombeeren und nimmt im Alter die Würze von feinen Kräutern an. Sein Geschmack ist lebendig mit Säure durchzogen und passt durch seinen rassigen Charakter ideal zu Wildgerichten. Sein Abgang ist, wie es sich für einen Rotwein gehört, kräftig und hinterlässt einen würzigen, etwas pelzigen Hauch auf der Zunge.
Der Wein wird gerne in kleinen Eichenfässern, dem so genannten Barrique, gelagert. Außerdem wird er gerne mit anderen Rotweinsorten, wie dem Pinot Noir verschnitten.
In der Jugend frisch und fruchtig im Alter reif und würzig, das wären wohl die Worte, die diesen außergewöhnlichen Wein am besten in Kürze beschreiben würden.